Wiete Sommer + Luisa Sabrina Stark
22. Oktober 2026 — 24. Oktober 2026
Wiete Sommer + Luisa Sabrina Stark Ausstellung
FRISCH 2026
Wiete Sommer + Luisa Sabrina Stark
22.Oktober - 24.Oktober 2026
Wiete Sommer: What we do is secret?
Tapisserie, Textil, 2026, Predigerkirche Zürich
Reh #vanillefarben #Softeishorn #apfelgrün #Augen #Zahnpastazähne #rot-weiss-gestreift #Folienband #sanft #gescheckt #E-flügel #steinern #Flossen #blooming
Wiete Sommer öffnet das Bild der Künstlerin im verborgenen Atelier nach aussen: Die Öffentlichkeit wird zum Atelier. Die Tapisserie entsteht sichtbar mitten unter Menschen, nicht als partizipatives Spektakel, sondern als Haltung: präsent sein, sichtbar arbeiten, Begegnung zulassen. Sie ist ein Wertpapier, das Zeit und Raum in der Predigerkirche dokumentiert, und fragt nach dem Wert von Kunst.
Wiete Sommer ist Regisseurin, Künstlerin und Designerin. Ihre Arbeiten zwischen Performance, Mode und gesellschaftlicher Praxis verhandeln Körper, Kleidung und soziale Räume, oft mit ihrer Schwester Wenke Sommer. Sie studierte Modedesign in Berlin und Inszenierung der Künste und der Medien an der Stiftung Universität Hildesheim. 2025 erhielt sie für ihre Arbeit Metamorphosis of Workwear eine europäische Kulturförderung.
Luisa Sabrina Stark Erdzeit
Stein, Erdpigmente, rohes Leinen, 2026
Moos #Stein #Zeit #conversationswithnature #earth #materiality #moss #stone
Steine sind mein bevorzugtes Medium, als kompakter Fels, aber auch zerrieben als mineralische Pigmente. Beim Steinbildhauen sammele ich die weggeschlagenen Stücke und zerkleinere sie, bis daraus ein feines Pulver entsteht, aus welchem ich meine eigenen Farben herstelle.
Bei FRISCH zeige ich Arbeiten aus diesem Prozess: von der Skulptur bis zum Bild.
Meine Praxis mäandert zwischen Wissenschaft, Technologie und Fürsorge. Erfahrungen, welche ich am Institut für Hochenergiephysik an der ETH, bei meiner Arbeit am Universitätsspital und als Mutter gemacht habe, lagern sich in meinem Körper wie Sedimente ab. Der Urknall, Geburt, Wachstum und Tod – verdichtete Zeit.
Die Sedimente bilden Schichten, falten sich und brechen auf. Ich lege die Gesteinsschichten wieder frei. Sie sind der fruchtbare Boden meiner Arbeit.
Es entstehen Reflexionen über das existenzielle Paradoxon von Autonomie, Vertrauen, Kontrolle und Abhängigkeit.
Öffnungszeiten:
-Donnerstag, 22. Oktober, ab 17:30 Uhr - 21:30 Uhr (Vernissage)
-Freitag, 23. Oktober, 17.00–20.00 Uhr
-Samstag, 24. Oktober, 15.00–20.00 Uhr
Kabinett Visarte
Schoffelgasse 10
8001 Zürich