Anna-Tia Buss + Pascale Rochat
04. Dezember 2025 — 06. Dezember 2025
Anna-Tia Buss + Pascale Rochat Ausstellung
FRISCH 2025
Anna-Tia Buss + Pascale Rochat
4 - 6 Dezember 2025
Pascale Marie Rochat (1957, Le Locle) lebt und arbeitet in Winterthur. Sie arbeitet hauptsächlich mit Malerei und Textil. Ihr künstlerischer Ansatz ist ein dynamischer, intuitiver Prozess, der aus persönlichen Emotionen und Gedanken entsteht.
Ihre Arbeit bleibt bewusst offen. Die Freude und Lust am Spiel mit Formen und Farben sind zentralen Elemente, wobei auch Figuren entstehen können. Dabei wird den Betrachtenden Raum gegeben eigene Interpretationen zu entwickeln. Naturverbundenheit beeinflusst ihre künstlerische Gestaltung, indem sie organische Formen und Rhythmen in ihre Werke integriert.
Intuitiv und instinktiv arbeiten, ohne Deutungen, Spielraum behalten, das möchte die Künstlerin. Sie sagt: Rot ist rot und es gefällt mir, es ist kein bewusster Entscheid diese Farbe zu wählen. Das Spiel mit Stoff und Jute-Gewebe verbindet Beweglichkeit auf besondere Weise: Bewegung im Raum, im Leben. Die Jute ist eher fest und lässt sich weniger bändigen. Eine Auseindersetzung zwischen dem Stoff und den bestickten Faden entsteht.
Anna-Tia Buss (1993) ist eine deutsch-schweizerische Fotografin/Künstlerin aus Zürich. In ihrer fortlaufender Arbeit Do you feel me? erforscht sie nach Wegen, unsere Beziehungen zu der Bergwelt neu zu denken – über das blosse Betrachten als Landschaft oder Ressource hinaus – hin zu einem verkörperten Sinn für Koexistenz und Anerkennung der mehr-als-menschlichen Welt. Die alpine Landschaft verändert sich rapide unter dem Druck der menschengemachten Klimakrise. Ihre Formen, ihre Stabilität und ihre Zusammensetzung befinden sich im Wandel. Mit diesen Bildern versucht die Fotografin, zu begreifen, zu variieren und zu erforschen, wie wir in eine Form der Kommunikation mit diesen Wesen – Bergen, Felsen – treten könnten, die in einer anderen Zeitlichkeit existieren. Durch eine spielerische Praxis des Gehens, Beobachtens und Sich-Einlassens auf diese Felsen nutzt sie den Körper als Sensor für Kommunikation – als eine Möglichkeit, in Beziehung und Einklang mit der Landschaft zu treten. Sie spürt die Topografie über die Haut, lässt den Körper sich reiben, ruhen und sich mit den rauen Oberflächen der Felsen verschmelzen.
Die Fotografien sind Spuren dieser Begegnungen – Fragmente von Gesten, Momente, in denen die Grenze zwischen Körper und Stein durchlässig wird und zu einer langsameren, feinfühligeren Weise des Seins mit den sich wandelnden Landschaften einlädt.
Vernissage: Donnerstag, 4. Dezember 18-20 Uhr
Öffnungszeiten:
Freitag 5.12 - 16-20 Uhr
Samstag 6.12 - 14-18 Uhr (Glühwein an diesem Nachmittag)
Kabinett Visarte
Schoffelgasse 10
8001 Zürich